Sattelanpassung

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Sattelservice – aus Leidenschaft


Wenn´s im Rücken klemmt, die Kammer zu eng ist, die Schulter blockiert, deine Sitzfläche zu klein ist, das Sattelblatt nicht zu deiner Beinlänge passt, Sattelbaum einfach nicht zur Anatomie deines Pferdes passt, hast du über kurz oder lang ein Sattelproblem.


Das Geschäft mit dem Sattel für Pferd und Pony – und warum ist das eigentlich so komplex?

Wir möchten euch gern die Unterschiede, Besonderheiten und Anwendungsgebiete erklären. Auf unseren täglichen Terminen hören wir immer wieder, dass trotz langjähriger Reiterfahrung so manch einer doch sehr unerfahren auf dem Gebiet Sattel ist. Aber keine Sorge, das ist total normal, weil es einfach ein sehr komplexes Thema ist, das sich aus Handwerksarbeit, Anatomie und viel Gefühl zusammensetzt. Viele Handwerker haben aber nicht das nötige Gefühl für die sensiblen Pferde und verstehen ihr Problem nicht. Wir haben auch einmal sehr grün hinter den Ohren angefangen – denn auch im Sattelservice ist noch kein Experte oder Meister vom Himmel gefallen. Erst die tägliche Arbeit mit den Sätteln am Pferd und Pony, regelmäßige Sattelschulungen und Sattelseminare bei Physiotherapeuten, Sattelherstellern oder Tierärzten und viel viel Leidenschaft zur Materie und den Tieren hat uns den Erfahrungsschatz und die Sattelexpertise verschafft, auf die wir heute in den Sattelterminen zurückgreifen können und stolz sind.


Warum gibt es eigentlich unterschiedliche Sätteltypen? Eine Erklärung zu englischen Sattelmodellen –  Dressursattel, Springsattel und Vielseitigkeitssattel


Starten wir mit dem Dressursattel
Ein Dressursattel weißt klassischer Weise folgende Kriterien auf. Ein langes relativ lotgerades Sattelblatt und ein tiefer Sitz mit flacher oder dicker Pausche. Es gibt Sättel mit Monoblatt und aufgesetzter Pausche wie bei dem X Prestige Helen oder einem CustomSaddlery. Außerdem und weit verbreitet einer verdeckten Pausche wie bei dem Stübben Euphoria oder Prestige Lucky Dressage oder Prestige Top Dressage. Das lange und lotgerade Sattelblatt wird für den korrekten Dressursitz Schulter-Hüfte-Hake benötigt und birgt leider für die Pferde oft ein schmerzerfülltes Problem. Zu erkennen, wenn der Sattel mit korrektem Schwerpunkt in seiner Sattellage den tiefsten Punkt der Sitzfläche hat und nicht zu weit oder eng ist. Zu den Problemen oder besser Herausforderungen aber später mehr. Die Länge des Sattelblattes wird auch von dem Dressursitz vorgegeben, da hier ein langes Bein zur optimalen Hilfengebung erwünscht ist und somit das Pferd viel besser durch das Reiterbein eingerahmt werden kann. So empfiehlt sich für die Dressurarbeit absolut ein Dressursattel auch wenn man eher der Springreiter ist. Kommt man als Springreiter einfach so gar nicht mit dem Dressursattel zurecht, empfehlen wir wenigstens die Bügel in der gymnastizierenden Dressurarbeit 2-3 Löcher länger als beim Springreiten einzustellen, um den gestreckten Dressursitz anzudeuten.  Es gibt bei den Dressursätteln in ihrer klassischen Form immer die langen Gurtstrupfen, die mit einem Kurzgurt oder auch Dressurgurt genannt kombiniert wird. Die Langgurtvariante – sprich man kürzt die Sattelstrupfenmuss individuell nachgerüstet werden und ist besonders bekannt von Ingrid Klimke, die damit wirklich erstklassige Erfahrungen macht.


Der Springsattel
Die Namen der Sättel sagen eigentlich ja schon aus wofür sie gedacht sind, trotzdem möchten wir etwas auf die Evolution und den Grund eingehen. Ein Springsattel wird, wie der Name natürlich verrät, vor allem für das Springreiten genutzt. Die tendenziell längere und flachere Sitzfläche als bei dem Dressursattel wird für den typischen Springsitz benötigt. Der sehr kurze Bügel sorgt für das vorgelegte Bein, das bei einem korrekten Springsitz zu erkennen ist. Daher kommt auch die vorgeformte Form, ein Springsattel hat sein Sattelblatt nämlich nach vorne auslaufend, ist der Bügel und die Spannung beim Sprung im Reiter gegeben, bleibt das Bein auch entsprechend ruhig dort liegen und man hat den Druck immer noch in der Hacke und landet nicht auf der Vorhand des Pferdes, sondern sitzt direkt wieder am Pferd und kann mit der nötigen Hilfengebung das Pferd beim Springen unterstützen. Ein passender Springsattel ist für Pferd und Reiter genauso wichtig wie der Dressursattel. Er muss an seiner Stelle liegen bleiben, wobei ein Vorderzeug zum Springen immer dem Pferd oder Pony angelegt und am Springsattel befestigt werden sollte. Der Springsattel wird in 90% aller Fälle mit einem Langgurt kombiniert. Hier empfehlen wir für die tägliche Arbeit einen klassischen Kordelgurt aufgrund seiner optimalen Druckverteilung, Wasserbeständigkeit und Antirutscheigenschaft oder den Kentucky Fake Fur Langgurt in schwarz oder braun aufgrund seiner hervorragenden anatomischen und hautverträglichen Eigenschaften – er verhindert Druckstellen im Bauch-, Brust- und Ellenbogenbereich, Hautirritationen oder Fellverlust und ist bei 30 Grad einfach waschbar.


Der Vielseitigkeitssattel
Ein Vielseitigkeitssattel verliert immer mehr an seiner Darseinsberechtigung im Turniersport, es gibt ihn aber gerade für den Freizeitreiter, der es liebt ins Gelände und ein wenig auf dem Reitplatz zu reiten. Will man aber mehr als nur das, empfehlen wir ganz klar, sich für eine Sparte zu entscheiden. Weil der Verseitigekeitssattel natürlich wie der Name es auch schon erahnen lässt, weder Fisch noch Fleisch ist. Er ist ein Mix aus den Eigenschaften eines Dressursattels und einem Springsattel. Mit leicht mehr vorgewölbten runderem Sattelblatt als bei einem Dressursattel und doch etwas graderem Sattelblatt als ein Springsattel sitzt man ganz sicher und kann auch entspannt den leichten Sitz im Galopp für schöne und gemütliche Ausritte nutzen. Kombinierte wird auch dieses Modell mit einem Langgurt.

 

Das kennt ihr vielleicht?! Und hattet auch schon mal diese Fragen und Intuitionen im Kopf?

  • Mein Pferd scheint den Sattel nicht leiden zu können!
  • Du möchtest endlich wieder beruhigt im Sattel Platz nehmen?
  • Wer kann meine gerissene Sattelstrupfe reparieren?
  • Das Pferd legt neuerdings oder auch schon länger die Ohren beim Satteln und Gurten an, schnappt und knirscht mit den Zähnen?
  • Ich vermute mein alter Sattel passt nicht auf mein neues Pferd oder Pony!
  • Muss ich meinen alten Sattel privat verkaufen oder kann ich den vielleicht auch Inzahlung geben?

Dann seid ihr bei Schürmann reitsport + mode absolut richtig!

 

Neue oder gebrauchte Sättel vor Ort oder in unserem Reitsportgeschäft in Lüdinghausen

Wir bieten Ihnen eine große Auswahl an Neusätteln der Firmen Passier, Amerigo, Prestige Otto Schumacher, Stübben und Albion. Gebrauchte Sättel kommen bei uns allerdings nicht zu kurz. Durch langjährige berufliche sowie private Erfahrung auf dem Gebiet erhalten Sie bei uns Gebrauchtsättel unterschiedlichster Hersteller. Daher finden Sie bei uns hochwertige Modelle, die vielleicht schon den einen oder anderen Ritt hinter sich haben, aber für die nächsten definitiv gewappnet sind.  

Übrigens, Sie können bei uns auch Satteländerungen wie beispielsweise aufpolstern Ihres Sattels oder Sattelstrupfen erneuern in Auftrag geben. Dies wird professionell von unserem Sattlermeister durchgeführt.

Melden Sie sich einfach bei uns und wir vereinbaren einen Termin ganz individuell bei Ihnen vor Ort, um zu entscheiden wie man Pferd und Reiter wieder glücklich macht. Sie können sicher sein, dass wir nach dem ersten Gespräch und Erkenntnis der Eckdaten Ihres Lieblings eine große Auswahl an interessanten Modellen zum Termin mit bringen werden.

Ist erst einmal der richtige Sattel gefunden, dürfen Sie diesen gerne für 2-3 Tage testen.

Und das Beste: bei uns bleiben Sie nicht auf Ihrem ehemaligen Sattel sitzen. Gerne nehmen wir Ihren Sattel in Zahlung.

Sollten Sie keinen Sattel bei uns finden, was wir natürlich nicht erwarten und hoffen, müssen wir eine Aufwandsentschädigung je nach Anfahrtsweg  in Höhe von ca. 50,- € erheben.

Sie erreichen uns unter info@reitsport-schuermann.de oder telefonisch 02591 882 16.
 
Sprechen Sie uns an!